Ein Positionspapier zur Impfpflicht gegen COVID-19

Impfpflicht gegen COVID-19?

Ein Positionspapier zu Impfstoffentwicklung, Impfpflicht und Immunitätsnachweis

Auch wenn die Majorität der staatlichen Lippenbekenntnisse aktuell von einer Freiwilligkeit bei einer etwaigen COVID-19-Impfung redet, 

haben die Ärzte für individuelle Impfentscheidung ihr Positionspapier aus dem Juni ergänzt.

 

Impfungen bleiben vorbeugende Vorkehrung an gesunden Menschen – sie müssen darum generell größeren Ansprüchen an ihre Effektivität darüber hinaus vor allem Zuverlässigkeit genügen,  als z. B. therapeutische Medikamente, bei denen ein vorhandener Leidensdruck unter Bedingungen bestimmte Behandlungsrisiken legitimieren kann.

 

Die gewissenhafte Fortentwicklung wirksamer Impfstoffe ist ein ratsamer und notwendiger Bestandteil globaler Strategien gegen sämtliche Pandemien. Solche Impfstoffe müssten in aller Welt den Menschen, die sich damit beabsichtigen einander zu schützen, verfügbar sein.

 

Alldem ungeachtet warnen wir klar und deutlich davor einen denkbaren Impfstoff zum zentralen Lösungsansatz zu machen, um die derzeitige COVID-19-Pandemie einzudämmen das Wiederherstellen rechtsstaatlicher Gegegebenheiten von einer Verfügbarkeit eines derartigen Impfstoffs zu bedingen, eine Impfpflicht zur Grundvoraussetzung hierfür zu machen, dass Grundrechte (wieder) gewährleistet sind.

 

Zur Sicherheit eines COVID-19-Impfstoffs

Ungeachtet langjähriger, intensiver und globaler Bestrebungen ist es bis heute nicht vollbracht, Impfstoffe gegen Corona-Viren (SARS, MERS) zu realisieren. So bewies sich z. B. bei den bestehenden Impfstoffkandidaten gegen SARS, dass geimpfte Versuchstiere nach der gezielten Infizierung durch das Wildvirus gravierende Lungenschäden entwickelten.

 

Außerdem verwenden viele der gegenwärtig in Realisierung befindlichen Impfstoffe Technologien, die entweder gänzlich noch nicht dagewesen sind und bei denen aus diesem Grund überhaupt keine klinische Kenntnisse am Menschen vorliegen (mRNA-Impfstoffe), 

oder die sich noch im Erprobungsstadium mit sehr eingeschränkter entsprechender Praxiserfahrung bewegen (z. B. Impfstoffe nebst Verwendung viraler Vektoren).

 

Die möglichen Gefahren ebendieser Impfstoffe sind aktuell nicht gewissenhaft beurteilbar. Aus wissenschaftlicher ebenso wie ethischer Blickrichtung ist es demzufolge erforderlich, bei der Fortentwicklung und vor allen DIngen der Erprobung dieser Impfstoffe außerordentliche Sorgfalt walten zu lassen. 

 

Dies schließt eine insbesondere ausführliche und langfristige Beobachtung auf mögliche ungewollte Arzneiwirkungen ein. 

Die Phase-III-Studien sollen mit ausreichend ausgeprägten Probandenzahlen, einer Vergleichsgruppe inklusive echtem Placebo und einer ausreichend langen Nachbeobachtungszeit stattfinden, um außerdem geringer häufige Nebenwirkungen schon mal vor der Zulassung feststellen zu können. 

 

Da in der derzeitigen Diskussion die Nutzung eines potentiellen Impfstoffs in sämtlichen Bevölkerungsgruppen geplant ist, müssen ebenso die Zulassungsstudien genügend große Zahlen von z.B. Kindern und älteren Menschen einbeziehen, um eine unabdingbare Sicherheit bereitstellen zu können...

 

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